Nostalgie ist eine von Sehnsucht erfüllte Gestimmtheit, die sich in der Rückwendung zu früheren, in der Erinnerung sich verklärenden Zeiten, Erlebnissen und Erscheinungen äußert. Solches „Heimweh“ verstärkt sich, wenn der Globus sich immer schneller dreht – d.h. im Zuge der Industrialisierung und Modernisierung „Tempo“ zum Grundprinzip von Arbeit und Leben wird.
Die Texte konfrontieren das „Abseits“ mit dem „Veloziferischen“ (Goethe), Innerlichkeit mit Rasanz, die Großstadt und ihre Hektik mit der „kleinen Stadt“ als einem romantischen Refugium der Entschleunigung. Wohin führt die „schöne neue Welt“ des Homo faber? Verglüht sie in Hybris?
Zu Wort kommen u. a. Eichendorff, Rilke, Sarah Kirsch, Enzensberger, Eugen Roth, F.T. Marinetti, Hesse, Jean Paul, Robert Walser, Brecht, Döblin, Thornton Wilder, Friedo Lampe, Benn und Aldous Huxley.