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"Treibet in die Luft hinein …"
VON BÄUMEN UND MENSCHEN
Von der Symbiose zwischen Mensch und Baum erzählen schon viele alte Mythen. In der Genesis heißt es, dass Gott aus der Erde allerlei Bäume aufwachsen ließ, „lustig anzusehen und gut zu essen, und den Baum des Lebens mitten im Garten“. Sehr bemerkenswert sei doch „ein dunkler Baum, durch den ein Wind geht“, meint Robert Gernhardt und Christian Morgensterns Palmström wagt sich nicht in ein rotes Taschentuch hineinzuschnäuzen, weil dort „eine Eiche dargestellt sowie ein Mensch mit einem Buch“. Die Menschen gehören eben seit dem Beginn ihrer Enkulturation zu jenen „Käuzen, die oft unvermittelt-nackt / Ehrfurcht vor dem Schönen packt“.
Es gibt wohl keinen Dichter und keine Dichterin, die sich, soweit sie überhaupt Natur in ihren Blickkreis einbezogen haben, nicht besonders dem „Baum-Werk“ widmen. „Wachset wie aus meinem Herzen / treibet in die Luft hinein“ (Goethe): Bäume aller Art und Gestalt beglücken den Menschen „mit neuer Freude jeden Tag“, bringen aber auch seine Schmerzen und Sehnsüchte, seine Traurigkeit und Schwermut zum „Einwurzeln“.
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