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Arbeit macht das Leben süß...

JENSEITS VON EDEN

Bei der Arbeit sehnt sich der Mensch oft genug nach freier Zeit; aber diese kann ihm auch bald lästig werden. Im Garten des Paradieses konnte man ohne Mühe und Schweiß in den Tag hinein leben; auf den Acker geworfen, kam man bestenfalls am Feierabend zur Ruhe. Den Propagandisten der Arbeit ("Arbeit muß das Szepter führen... ") stehen die Träumer von glückseliger Arbeits-Losigkeit gegenüber ("Und wo sind die Palmen...?"). Besungen werden die Helden der Arbeit, ironisiert diejenigen, die nur das Prinzip "Dienst ist Dienst" kennen. Arbeit inspiriert und lässt - etwa am Fließband - Kreativität absterben. "Und wieder geht ein Arbeitstag zu Ende..." Wer "abgebaut" ist, sehnt sich nach täglicher Arbeit; wen jeden Morgen der Wecker aufschreckt, wartet begierig aufs Wochenende. Texte von Bert Brecht, Joseph von Eichendorff, Elisabeth Engelhardt, Rainer Maria Rilke, Georg Kaiser, Kurt Tucholsky, Ödön von Horváth, Franz Werfel, Franz Kafka, Mascha Kaléko, Franz Xaver Kroetz und vielen anderen. "So viele Berichte. / So viele Fragen."