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Alt und jung – jung und alt

DAS GENERATIONEN-SPIEL

Ob Goethes "Philemon und Baucis" oder Adalbert Stifters "Nachsommer", Frank Wedekinds "Frühlings Erwachen" oder Hermann Hesses "Unterm Rad", Theodor Fontanes "Stechlin" oder Jean Pauls "Schulmeisterlein Wutz", Wilhelm Buschs "Tobias Knopp" oder Wilhelm Raabes "Aus der Sperlingsgasse" – die spannungsreiche Abfolge der Generationen, das "Spiel" von Heranwachsen und Ablö-sung, Vorwärtsstürmen und Sich-Bescheiden, Erfahrung und Starrsinn bestimmt wesentlich Lyrik, Epik und Drama. Die "Aktion Vatermord" (Sigmund Freud) endet in "Einverleibung"; das O-Weh über die verschwindenden Jahre (Walther von der Vogelweide) führt zu Resignation. "Wer spricht von Siegen, Überstehn ist alles" (Rainer Maria Rilke). Doch "es kribbelt und wibbelt weiter" (Fontane).