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Rastlos rennt der Zeiger in die Runde...
IM LABYRINTH DER ZEIT
Wenn ihn jemand nach der Zeit frage, wisse er,
was sie sei; wenn aber jemand eine Erklärung wolle, habe er
keine Antwort, meinte Augustinus. Die Texte können natürlich
das Zeit-Rätsel nicht lösen, zeigen aber, welche Fülle
von Aspekten das scheinbar Selbstverständliche, das eigentlich
niemand recht versteht, aufweist. "Im Leben geht alles vorüber,
/ auch das Glück, doch zum Glück auch das Leid ... " Was
aber ist physikalische und biologische, was Uhren- und was Eigen-Zeit
wirklich? Beschworen werden die Tage vergangenen Glücks und
goldene Landschaften, deren "Mai bald abgeblüht ist"; es geht
um die Aufforderung: "Du musst Tempo machen!" (vom Blitzzug bis
zum Internet) und um die Gegenbilder des entschleunigten "Abseits".
Die Zeit-Bilder stammen von Michael Ende und Albert Einstein, Christian
Morgenstern und Friedrich Schiller, Peter Kreuder und Erich Kästner,
Hans Magnus Enzensberger und Heinrich Heine, Alfred Döblin
und Adalbert Stifter, Ingeborg Bachmann und Joachim Ringelnatz,
Friedrich Hölderlin und Wilhelm Busch und von vielen anderen
im Zeichen von Goethes "Seliger Sehnsucht": "Und so lang
du das nicht hast / dieses: Stirb und Werde! / Bist du nur ein trüber
Gast / auf der dunklen Erde."
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