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Sei ohne Sorge....
NÄHE UND VEREINSAMUNG
Wenn es dunkel und wenn es kalt - der Mensch hofft
auf Licht und Wärme; "glücklich war ich / als den Begleiter ich
fand, / den Menschen freut der Mensch", heißt es schon im althochdeutschen
Hildebrandslied. Seitdem werden in der Literatur wie Musik Liebe
und Freundschaft rhapsodisch besungen, elegisch wird Verlorenheit
beklagt. Tief die Gräben, die Menschen trennen; ersehnt die Brücken,
die Menschen zueinander bringen. Erzählt wird von Eltern und Kindern,
Lehrern und Schülern, Paaren und Passanten, Herrschern und Knechten
(Texte von Kafka, Claudius, Bachmann, Goethe, Jandl, Tucholsky,
Qualtinger, Polgar, Enzensberger, Rilke, Fontane, Borchert und vielen
anderen; wie man sich "unendlich nah" sein kann und wie man die
Tür in der Mauer, vor der man steht, nicht zu öffnen vermag. "Jeder
Fremder, der sich fremd fühlt, ist ein Fremder, und zwar so lange,
bis er sich nicht mehr fremd fühlt; dann ist er kein Fremder mehr."
(Karl Valentin)
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