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Schläft ein Lied in allen Dingen...

MENSCH UND OBJEKT

Wer die richtige Wünschelrute hat, findet "beseelte Dinge" und richtet sich in vertraulicher Umwelt ein. Aber die Gegenstände können ihre Tücke haben; zerfallende Scherben statt sinnvoller Ordnung. Die einen sind befähigt, "die Größ' im Kleinen auch zu sehn" (Barthold Heinrich Brockes), das "sanfte Gesetz" (A. Stifter) zu erkennen; den anderen bleiben die Stunden "wahrer Empfindung" versagt. Der Dichter zeigt mit mythischer Gebärde, "wie glücklich ein Ding sein kann, wie schuldlos und unser" (R. M. Rilke); zudem kann der Mensch im Gegenstand seinen Halt finden. Zu viele Dinge jedoch verstellen die Freiheit; aber auch die Dinge wollen ihre Freiheit haben; "befreit von jeder Menschenfracht / erholt der Korbstuhl sich bei Nacht" (Chr. Morgenstern).