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Gesamtbibliographie

 

 

 

   
  Hermann Glaser
Und du meinst so bliebe es immer.
Spurensuche in Franken und anderswo. Broschur. Verlag ars vivendi, Cadolzburg 2000. 240 Seiten, ISBN 3-89716-218-0
   
  Kurzbeschreibung:
Die Spurensuche entwirft ein Kaleidoskop des Erinnerns. Autobiographische, historische, regionale und weltbürgerliche Erlebnisse und Gedanken werden festgehalten und ergeben das schillernde Bild eines Lebens und eines Jahrhunderts. Die Erinnerungsarbeit beginnt, zeitlich gesehen, bei den Großeltern, die im 19. Jahrhundert geboren wurden, sie endet bei der Analyse von Lifestyle und (Medien-)Kultur des neuen Jahrtausends. Festgehalten wird das Leben verschiedener Menschen, festgehalten werden Abläufe und Rituale des Alltags, die von historischen Ereignissen "gestört" werden und sich verändern. Die "Banalität des Bösen" im Dritten Reich wird in den Alltagserinnerungen ebenso deutlich wie die Ohnmachtserfahrung des Einzelnen angesichts von Gewalt und Zerstörung. Der Bilderbogen widmet sich Franken, Reisen in ferne Länder und unserer modernen Medien- und Kulturlandschaft.

 

 

   
  Hermann Glaser
Kleine Kulturgeschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert

Verlag C.H.Beck; München 2002
355 Seiten, € 14,90
ISBN 3-406-47620-1
   
 

Kurzbeschreibung:
Die kulturgeschichtliche tour d'horizon führt in alle wesentlichen Bereiche des kulturellen Geschehens im 20. Jahrhundert. In vier großen Kapiteln, die den politischen Zäsuren vom Kaiserreich bis zum wiedervereinten Deutschland folgen, werden in essayistischer Pointierung das kulturelle Leben und die gesellschaftlichen Mythen vom Wilhelminismus bis zur Berliner Republik beleuchtet. Der Band besticht durch eine reiche Materialsammlung und eine Fülle von Zitaten.

 

 

   
 

Hermann Glaser
Kleine deutsche Kulturgeschichte von 1945 bis heute.
Eine west-östliche Erzählung. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2004, ca. 320 Seiten, gebunden, mit 21 Abbildungen.
ISBN 3-10-025305-1

   
 

Kurzbeschreibung:
Zwischen dem 8. Mai 1945, an dem das Dritte Reich mit der bedingungslosen Kapitulation seiner Wehrmacht zusammenbrach, und dem durch "Neue Unübersichtlichkeit" geprägten Beginn des 21. Jahrhunderts spannt sich der Bogen der vorliegenden Kulturgeschichte.
In zehn Kapiteln erzählt der Autor, wie die Bundesrepublik Deutschland, die Deutsche Demokratische Republik und schließlich das vereinigte Deutschland Gestalt annahmen – zehn Geschichten über Höhen und Tiefen, über Abgründe und die "Mühen der Ebenen", über Kahlschläge und grünende Hoffnungsfelder.
Diese spannende wie unterhaltsame west-östliche Erzählung beschreibt und interpretiert die deutschen Kulturlandschaften eines halben Jahrhunderts mit all ihren konkreten Erscheinungen: von der Philosophie bis zur Mode, von der Politik bis zur Warenwelt, von der Architektur bis zu Literatur, Musik, Theater und Kunst.

 

 

   
 

Hermann Glaser (Text)/ Toma Babovic (Fotos)
Ins Land der Franken fahren …
In Bildern, Texten und Dokumenten. Ellert & Richter Verlag. Hamburg 2004, ca. 208 Seiten, Hardcover, mit ca. 100 Abbildungen. ISBN 3-8319-0079-5.

   
 

Kurzbeschreibung:
Die fränkische Kulturlandschaft reicht vom Odenwald bis zur Fränkischen Schweiz und zum Fichtelgebirge, von der Rhön bis zur Donau. Sie ist durchzogen vom Main mit seinen vielen Windungen und den ihn säumenden Hängen, auf denen ein weltbekannter Wein angebaut wird. Die Region lebt von ihrer Vielfalt und Gegensätzlichkeit. Ihr reichhaltiges "Repertoire" von kulturellen Ausprägungen stellt der fundierte Text von Hermann Glaser vor. Darüber hinaus werden Geschichte und Kultur des Landes in der Mitte Deutschlands in zahlreichen Farbfotos, die Toma Babovic machte, Abbildungen und Texten dokumentiert. Eine Zusammenfassung des Textes wurde ins Englische und Französische übersetzt.

 

 

   
 

Hans Jürgen Koch, Hermann Glaser
Ganz Ohr - Eine Kulturgeschichte des Radios in Deutschland
2005. 376 Seiten. 42 s/w- Abbildungen.
Gebunden mit Schutzumschlag.
€ 26,90/SFr 47,10
ISBN 3-412-13503-8

   
 

Kurzbeschreibung:
Am 29. Oktober 1923 begann in Deutschland das Zeitalter der "neuen Medien" mit der ersten Sendung des "Unterhaltungsrundfunks" aus Berlin. Seither hat das Radio nicht nur eine über achtzigjährige, höchst wechselvolle Geschichte erlebt, sondern selber Geschichte geprägt und gemacht. Diese Geschichte des Radios in Deutschland erzählt, wie der Rundfunk in Deutschland entstand, wie er in der Zeit der Republik von Weimar zu glanzvollem, aber auch umstrittenem Ansehen gelangt, im Dritten Reich zum ideologischen Sprachrohr wurde und nach 1945 sich als Garant demokratischen Geistes, im Osten jedoch als Teil des totalitären Regimes erwies. Sie zeigt, wie das Radio in seinen Programmen die kulturellen Entwicklungen in der Gesellschaft nicht nur gespiegelt, sondern in Wechselbeziehung auch direkt beeinflusst hat.
Reich bebildert, zeithistorisch dokumentiert, wissenschaftlich wie chronologisch orientiert, präsentiert das Buch seinen Materialreichtum in Form essayistischer Darstellung in einer Weise, die nicht zuletzt eines beabsichtigt: die Lektüre so spannend und abwechslungsreich zu machen, wie es das Radio auch nach mehr als achtzig Jahren noch immer ist.

 

 

   
  Hermann Glaser
Wie Hitler den deutschen Geist zerstörte. Kulturpolitik im Dritten Reich.

ca. 240 Seiten mit ca. 20 Abb. Hardcover
ISBN 3-8319-0227-5
€ 16.95
 

Kurzbeschreibung:
Das nationalsozialistische Terror-Regime betrieb die systematische Zerstörung des deutschen Geistes. Mit dem Verdikt "entartet" wurden bedeutende, insbesondere deutsch-jüdische Vertreter der modernen Kunst, Literatur und Musik, des Theaters und Films diffamiert, verboten und verfolgt. Nordisch-germanischer Kitsch sollte das neue Leitbild sein. Zugleich wurde das kulturelle Erbe in abgründiger Weise uminterpretiert. Die Mehrheit des deutschen Volkes stimmte dem begeistert zu, denn bereits vor 1933 herrschte in Deutschland eine nationalistisch-kleinbürgerliche Kultur, für die Hermann Glaser den Begriff "Spießer-Ideologie" geprägt hat. Er beschreibt die menschenfeindlichen Inhalte der NS- Weltanschauung, wie sie Adolf Hitler in seinem 1923 erschienenen Buch "Mein Kamp“ propagierte, die von Joseph Goebbels entwickelten Mechanismen der Propaganda sowie die NS- Erziehungsdiktatur, die vor allem junge Menschen in die Irre führte.

 

 

   
  Hermann Glaser
Rainer Lindenmann
Max Ackermann
Die Feuerbachs. Eine deutsche Familie im 19. Jahrhundert.

Schrenk-Verlag Gunzenhausen 2006. 144 Seiten, mit zahlreichen farbigen Fotos, Grafiken, Plänen und Illustrationen, mit Audio-CD (70 Minuten).
ISBN 3-924270-46-5
€ 15,90
 
Kurzbeschreibung:
Auch in bürgerlichen Zeiten gibt es Familien, die im Rückblick Dynastien ähneln, weil sie ihre eigene Geschichte fortschreiben konnten. Man erinnert sich an sie, weil sich in ihnen Begabungen und Einfluss bündeln und weil sie in vieler Hinsicht exemplarisch sind: die Wagners etwa, die Manns, die Weizsäckers ... Nun sind die Feuerbachs noch weniger bekannt – und dennoch prägte diese Familie, die ihren Mittelpunkt lange Zeit in Franken hatte, Deutschland und Europa. Die familiären Beziehungen und Hintergründe des Philosophen Ludwig und des Malers Anselm Feuerbach wurden bisher in ihrer Ganzheit wenig gewürdigt. Nicht nur, dass die Familie des Stammvaters und bekannten Juristen Paul Johann Anselm Ritter von Feuerbach das 19. Jahrhundert in Deutschland in wichtigen Teilen veränderte, sie macht auch deutsche Geschichte und Geistesgeschichte anschaulich.

 

 

   
  Hermann Glaser
Johann Schrenk

Jean Paul
Johann Paul Friedrich Richter
Auf den Spuren der Dichter und Denker durch Franken

Schrenk-Verlag, Gunzenhausen 2007. 112 Seiten.
ISBN (10) 3-924270-44-9
ISBN (13) 978-3-924270-44-5
€ 11,50

 
Kurzbeschreibung:
Den Spuren des Dichters folgen bedeutet: die Entwicklung seines Lebens wie seines Werkes nachzeichnen. Dabei gilt es, vor allem die entscheidenden Stationen der Biographie zu markieren und, hinsichtlich der Texte, aufschlussreiche Kernstellen zu präsentieren; was Letzteres betrifft, so sind solche teils in den Duktus der Darstellung eingearbeitet, teils erscheinen sie als etwas abgehobene „Blöcke“. Außerdem setzen viele Illustrationen „ins Bild“. So mag die Hoffnung berechtigt sein, dass dieses Bändchen, obwohl knappen Umfangs, in seiner „Kontextualität“ Jean Paul, diesen so vielschichtigen und tiefgründigen, in seiner Sprache so metaphernreich überschäumenden und in seinen Einfällen gleichermaßen phantasiereichen wie skurrilen Autor einer großen Leserschaft nahe zu bringen vermag.

 

 

   
  Hermann Glaser
Georg Wilhelm Friedrich Hegel
Weltgeist in Franken

Auf den Spuren der Dichter und Denker durch Franken
Schrenk Verlag, Gunzenhausen 2008
144 Seiten, 62 farbige und 38 s/w-Illustrationen
ISBN 978-3-924270-53-7
€ 13,50
 
Kurzbeschreibung:
Im Leben des Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770 – 1831) spielt Nürnberg und auch Franken eine ganz besondere Rolle: Die Stadt, in der er von 1808 bis 1816 lebte, als Gymnasialrektor tätig war und mit Marie von Tucher seine Ehefrau fand, war die seine Existenz festigende Grundlage für den Aufstieg zu größtem Ruhm und Einfluss in Berlin.
Die häufig anzutreffende Meinung, dass die Biografie Hegels keine besonderen Vorkommnisse aufzeige und daher weniger Beachtung verdiene, ist irrig; es handelt sich um die Lebensgeschichte eines herausragenden Bildungsbürgers mit ihren Höhen wie Tiefen und erweist sich so als exemplarisches kulturgeschichtliches Zeugnis für die Zeit zwischen dem Ende des 18. und dem ersten Drittel des 19. Jahrhunderts. Auch wenn in diesem Band der Blick vor allem auf die Nürnberger Zeit gerichtet ist, gilt es, um den „ganzen Hegel“ vorzustellen, dessen Weg nach Nürnberg und dann von Franken nach Preußen zu skizzieren. „Für den Philosophen gilt dasselbe wie für jeden produktiven Menschen: Sein Werk ist nicht allein aus seinem Leben deutbar, doch die Lebensumstände vermögen ihrerseits auch viel im Werk zu erklären.“ (Wolfgang Matz)
Aufgabe der kurzen Darstellung kann es nicht sein, die Philosophie dieses bedeutenden Denkers und sein umfassendes philosophisches System detailliert zu behandeln; auch liegt dazu, wie zu vielen Einzelthemen und -fragen seines Werkes, ein geradezu unüberschaubares Schrifttum vor. Doch verlangt natürlich die Lebensbeschreibung eines „Giganten des Geistes“, dass seine denkerische Leistung, die ja Anlass für die Hinwendung zu seiner Lebensgeschichte ist, zumindest in Konturen aufgezeigt wird. Die Spurensuche ist jedoch insgesamt vor allem für den interessierten Laien, weniger für den mit Hegel gut vertrauten Spezialisten gedacht.
Um möglichst viele Informationen vermitteln zu können, sind in den laufenden Text viele Zitate und eine größere Anzahl von „Kästchen“ eingefügt, die Originalstellen aus Hegels Werken, aufschlussreiche Passagen aus Zeitzeugenberichten und Zitate aus der Sekundärliteratur zu Hegel bringen. So mag dieser Band auch als kleines Hegel-Lesebuch fungieren. Schließlich wird Hegels Leben und Werk durch viele Abbildungen visualisiert. Diesen sind Illustrationen und Informationen zu Hegel-Gedenkstätten integriert, was den kulturtouristischen Bedürfnissen Genüge leisten will.

 

 

   
 

Das Buch zum Jubiläum
175 Jahre Deutsche Eisenbahn 1835-2010

Hermann Glaser
Kulturgeschichte der deutschen Eisenbahn

Schrenk Verlag, Gunzenhausen 2010.
Bildbandformat 30x24 cm, 224 Seiten,
gebunden mit zahlreichen farbigen und s/w-Abbildungen, Karten und Plänen.
ISBN 978-3-924270-64-3, 29.90 €
 
Kurzbeschreibung:
Dezember 1835 fuhr die erste deutsche Eisenbahn zwischen Nürnberg und Fürth. Seit dem ausgehenden Mittelalter hatte die Menschen ein Vernetzungstraum bewegt, verbunden mit der Hoffnung auf Überwindung von Raum und Zeit. Nun war er Wirklichkeit geworden. Hans Christian Andersen erlebte die Eisenbahn auf einer Reise als „Großtat des Geistes“. Nürnberg habe, so der dänische Dichter euphorisch, in den gigantischen Gedanken der jungen Zeit miteingestimmt, „Städte durch Dampf und eiserne Bänder zu verbinden“.
Keine technische Innovation war so folgenreich wie der Bau von Eisenbahnen. In England wurde er begonnen, bevor er in den USA fortgeführt und schließlich – für Deutschland erstmals – in Nürnberg praktiziert wurde. Mit der Fahrt des „Adlers“ begann ein neuer Abschnitt der Weltgeschichte.

 

 

   
  Hermann Glaser
„Ach!“ Leben und Wirken eines Kulturbürgers

Kulturpolitische Gesellschaft/ Klartext Verlag (Edition Umbruch Bd. 27), Bonn, Essen 2011.

Paperback, 326 Seiten, mit s/w-Abbildungen. 19,90 €
ISBN 978-3-8375-0472-9
 
Kurzbeschreibung:
In diesem Buch schildert Hermann Glaser die wichtigsten Stationen seines Lebens: Von den bedrückenden Kindheitserfahrungen im Nationalsozialismus, der als Befreiung erlebten Zeit des Wiederaufbaus, der wachsenden Selbstzufriedenheit der Wohlstandsgesellschaft, deren spießbürgerliche Erbschaft er hellsichtig erkennt, bis zu seiner kommunalpolitischen Praxis als Schul- und Kulturdezernent der Stadt Nürnberg und den vielfältigen Begegnungen als Berater und Publizist nach Ende seiner Amtszeit. Es gelingt Hermann Glaser mit beeindruckender kulturpolitischer Konsequenz und menschlicher Glaubwürdigkeit, persönliche Erinnerung und Zeitgeschehen zu verbinden.

 

 

   
  Hermann Glaser
Hinterm Zaun das Paradies. Illustrierte Ideengeschichte des Gartens.

Parthas Verlag, Berlin 2011.

Überarbeitete und erweiterte Neuausgabe, 168 Seiten, mit 110 farbigen und 10 s/w-Abbildungen, Hardcover. 29,90 €
ISBN 978-3869640389
 
Kurzbeschreibung:
Hermann Glaser spannt den Bogen seiner Ideengeschichte des Gartens vom paradiesischen Urbild über die Nutzgärten der ersten Ackerbauern, die Klostergärten des Mittelalters und die Schlossgärten und Parkanlagen des Adels bis hin zum bürgerlichen Laubenidyll und der Gartenzwergästhetik des Kleinbürgers. Der Autor zeigt uns in unterhaltsamer Weise, dass die Geschichte des Gartens geprägt ist von miteinander im Wettstreit liegenden Ideen, die tief im gesellschaftlichen Diskurs verwurzelt sind. In einer amüsanten, leicht zugänglichen Sprache zeigt er uns die Grundmotive des Gartenbildes auf, wobei er sich an Beispielen aus der Kunstgeschichte, der Literatur und der Kultursoziologie bedient und tiefenpsychologische Erkenntnisse einfließen lässt. Dabei werden erstaunliche Parallelen sichtbar, denn man stellte sich über Jahrtausende hinweg immer wieder dieselbe Frage: Wie viel Gestaltung ist notwendig, wie viel Freiheit darf herrschen?